Putztag

Seit dem sehr frühen Sonntagmorgen- der wirklich graute- putze ich das Haus. Drei Tage lang haben wir ( Frauchen und ich) Töchterchens Zimmer renoviert neu gestaltet, ausgemalt usw. Dank Schleifstaub und ständig durchlaufender Tochter die auch "gerne" helfen mußte sah es entsprechend aus. Hätte Töchterchen nicht geholfen währe ich sicher 6 Stunden früher mit ausmalen fertig gewesen! Frauchen wachte bald auf half mir nach kurzem Frühstück um ca 9.00 Uhr. Vorher fährt sie extra los um den Kinder frisch gebackene Semmeln zu besorgen. Die Kinder standen gegen 10.25 Uhr auf , pupsten und kratzten sich, frühstückten genüßlich um entsprechend erschöpft um 11.14 Uhr wieder ins Bett zum Comic lesen zu müssen und sich dabei zu kratzen.

Um kurz vor 12.00 Uhr hören die Kinder mit Comic lesen und dem "sich kratzen" auf.

Um Kurz nach 12.00 Uhr sind sie praktisch verhungert und verlangen lautstark ihr Mittagessen.

Kurz nach 13.00 Uhr – Ich schrubbe gerade die Außentreppe, wobei es mir genüßlich den Rücken runter und "hinten rein" regnet, wundere mich wieder wie schwer Farbe die Töchterchen an den Füßen hatte – sie war beim helfen mehrfach reingetreten nachdem sie damit rumgekleckert hatte- wieder abgeht und wo die super haftstarke extra deckende Farbe überall "haftet". Höre neben dem Kratzgeräusch der Putzutensilien wie Töchterchen zu Weibchen sagt – Letztere kocht, nicht nur das Mittagessen-" Heute ist ja Vatertag! "

Gleich nach dem Mittagessen, also kurz vor 14.34 Uhr:

Kinder sind satt und kratzen sich den Bauch.

Töchterchen überreicht mir die Vatertagskarte und sagt ihr Gedicht brav auf. Und dann gleich nochmals. ( Ist im übrigen ident zum Muttertagsgedicht nur wurde Mami gegen Papi ausgetauscht! Und das machen die seit Jahren, auch Junior schon vor 8 Jahren! Dieses Muttertagsgedicht wird seit Generationen immer auf die nächste Generation weiter gegeben. Genau wie dieses elende , lange Theaterstück vom "Ich bin Ich" bei jedem Sommer-, Weihnacht-, Schulschluß-, Lehrergeburtstag oder Verabschiedungsfest, Sammel-, Spenden- oder Gelsen/Kröten rettungsfest)

Fast um Töchterchen zu stoppen meint Weibchen darauf hin: Es gibt jetzt sogar einen Internationalen Kindertag!

Töchterchen: Was für Geschenke bekomme ich denn da?

Ich: Überleg mal was ich bzw wir Heute, die letzten Tage und das ganze Jahr über machen und du am Vater bzw Muttertag. Und jetzt willst du auch noch Geschenke am Kindertag? Nix krigst!

Töchterchen: Siehst du , obwohl ICH NICHTS BEKOMME mache ICH trotzdem Vatertagsgeschenke! Und kräkelt ihr Vatertagsgedicht gleich nochmals auf!

Als Töchterchen zum weiß der Geier wievielten male die Textzeile " Braucht er dazu auch Nerven wie ein Elefant" inbrünstigst trötet, Weibchen sich vor Schmerzen am Boden krümmt, denke ich so bei mir:

"Ja, ich liebe meine Kinder wirklich! Ich kann nicht verstehen wieso manche Menschen keine Kinder mögen, sie im Wald aussetzen, im Brunnen versenken oder einmauern!"