Früher nannte man Psychosen ja Wahnsinn. Meinte damit den Verlust zur Realität. Man sah nicht nur Dinge die nicht da waren, hörte Stimmen die niemand Real sprach sondern verlor völlig den Bezug zur Realität: Das ausgelutschte Klischee vom „Napoleon Bonaparte“. Irgendwann beschloss die „Psyche“ einfach das die Realität nicht mehr ertragbar ist und schafft sich eine Scheinrealität in der der Mensch besser ist oder einiges gut kann bzw besser kann. Nicht selten ging das auch nach hinten los und so mancher sieht sich von Geheimdiensten verfolgt die den Pc Überwachen, das Telefon abhören oder Plutonium in die Heizung geben um ihn zu verstrahlen, manch Angehöriger vergiftet jeden Morgen kleinweise das Frühstücksei oder der „Doofkopf“ ist der geniale Erfinder der fliegende U-Boote konstruiert die mit Mondlicht angetrieben werden können. Die Pläne dafür mangels Papier und um für die Ewigkeit zu gelten , bis Jemand die Pläne verstehen kann, mit Nagel in den Putz kratzt, wieder und wieder, immer wieder bis die Heimleitung renovieren lässt. .. Was aber wenn man selbst erkennt das man so derart *** ist das man selbst beschließt sich eine scheinrealität aufzubauen? Franz Fuchs verbrachte so seine Zeit und auch der Typ der blinzelnd ein Buch schrieb träumte sich als Schmetterling in eine Taucherglocke. Letztere starb von alleine ersterer erhängte sich mittels verdrilltem Rasierapparatkabel selbst in seiner Zelle an einem Haken für ein Bild und das ohne Hände zu besitzen. So zumindest meine Erinnerung.
Was also wenn man sich wegträumt statt abschaft? In dieser Realität zu leben konnte für Fuchs ebenso wenig erträglich sein wie für Bauby ( oder wie auch immer der hieß) trotzdem konnten beide wieder in die Reale Welt zurück, zumindest soweit das der eine ein Kabel verdrillte. Warum also diese Realität nicht soweit verlassen, einen Tagtraum beginnen und diesen nie wieder Verlassen? Da sitzen Stundenlang aus dem Fenster starren ohne mitzukriegen ob es Tag oder Nacht ist, der Körper als solches irgendwie versorgt und der Rest eben uninteressant. Abwasch nicht gemacht, Fußboden dreckig, nicht gekocht? Schlimmer als zu erkennen das dies doch nur Alltag ist und täglich wieder und wieder aufs neue, gerne mehrmals, zu tun ist? Sich wiederholen in stupiden Tätigkeiten bis man selbst nur zu einer wird der man irgendwann mal im Pflegeheim nur die Windeln wechselt. Ständig der Alltag, keine Chance das es jemals „besser“ wird. Das Leben normal ist, kein täglicher permanenter Kampf mit sich selbst. Sich selbst kontrollieren, Gedanken nicht zulassen weil man weiß wo sie hinführen. Dort aber das Gewissen es noch verbietet, den sprichwörtlichen „Notausgang“ –endgültig- durchschreiten.
Was also hält hier in dieser „Realität“, warum sich nicht wegträumen- absichtlich die Realität verlassen- und nie wieder zurückkehren? Das Ende: früher oder später die geschlossenen Psychiatrie mit massigst Neuroleptika die einem in die verschissene echte Realität rein prügelt, kein Genie, kein Künstler, nur ein Nichts der nichts auf die Reihe kriegt…….
Nicht nur ein Jahrtausend brauche ich Diät, von diesem Löffel….