Hauptsache laut! I – Fast vergessen, doch jetzt echt ma , wer hats gemerkt?

 

Dachte ich mir vorweg. Ein nicht näherer Verwandter spielt, wie ich kürzlich erst erfuhr, in einer Band. Der erste öffentliche Auftritt in dieser Formation und das als ca 16 jähriger in einer Art von " min Festival" in einer "Art" von kleinem Club. Da der junge Mann durchaus den selben Musikgeschmack mit mir teilt und weil es immer nur ein erstes Konzert gibt – völlig egal was danach im Leben noch kommen kann- wollte ich klarerweise dort hin. Zum Glück gabs auch noch Freikarten für mich und Weibchen, eine Bekannte von Weibchen dessen Sohn in der Band spielt und die dort die "Karten zwickt" und dennoch wären mir die 4 € Eintritt es mir alle mal wert gewesen. Ein Umgebauter Keller, Schwarz ausgemalt recht kühl die Temperatur und an jedem Tisch Aschenbecher und an der Theke die " alten Säcke" die dort irgend wie klebten bzw dort versuchten vergangenes aufzuholen. Mit der Zeit füllte sich der Raum und es wurde wärmer, junge Leute die offensichtlich Justin Biber nur von ihrer Voodoo Pupe her kennen, wenn sie dort ein Foto von ihm reinstecken und die Puppe für schwarzen Nadel als Nadelkissen verwenden. Langsam auch "andere" ältere Leute, die sich dort offensichtlich nicht so wohl fühlen, Fotoapparat vom Discounter dessen Bedienungsanleitung man nie gelesen hatte: Eltern beim Auftritt der Sprösslinge! Ein "Blondchen" das von einer Blitzgrippe befallen wurde ließ schlimmes befürchten: So oft wie die immer blasser aufs "Häusl" musste und dabei jedes mal zielstrebiger in den Tisch wankte machte mich Sorgend ob meiner Gesundheit. Gute Musik, gut gelaunte – zumindest größtenteils- Menschen, davon so manch "schräger Vogel", bekannter und einst geliebter Geruch von " Beischlreißer" Getanes und ein bis zwei ältere "Semester" welche sich die Finger in die Ohren steckten…

Laut war es, das Soundequipment hörbar das eine oder andere mal in dessen leben zu laut aufgedreht gewesen, doch das macht den "Charme" dieser Veranstaltung erst so recht rund. Die erste Band müht sich nicht ab, es macht spaß die "Truppe" zu genießen und erkennt den Spaß den sie am spielen haben. Und sie spielen auch noch gut!

Nur eine Einzige Coverversion von den drei Bands die wie uns anhörten- die letzte mußten wir leider versäumen. Weibchens Ohren sind Rockmusik nicht so "Gewohnt" bzw die auf Konzerten üblich Lautstärke ;-). Alles eigene Stücke, recht gute wie ich finde und auch drei Gruppen die nicht nur Potential haben sondern auch durchaus Können.

Die zweite in der nun der Verwandte spielt: Nicht meine Richtung: Punkrock mit deutlichen " Grunge" und einen Bassisten der die beiden anderen als Begleitung sieht und dank seines "Egos" die Band leider runter zieht. Schade um die Band und die Stimmung die der "Mann" dadurch zerstörte das er vor dem ersten Sond und auch danach und vor dem zweiten und auch danach und auch vor dem dritten und dann beim seinem Solo seinen Bas lauter haben wollte und das ach dem Techniker immer sagen mußte und entsprechendem " Soundcheck" -Mit dem Alter soll ja das Hörvermögen nachlassen. – Die beiden anderen werden ihren Stil beibehalten oder Anderweitig besser zusammenspielen. Meinem Neffen sei es gegönnt die Drums mittles Stiks weiter zu "bearbeiten". Es macht ihm deutlich Freude zu spielen und er hatte sichtbare Freude daran – und letztendlich vielleicht euch etwas mehr Lampenfieber- weil Weibchen mit mir dort "unangekündigt" dabei waren. Seine Mutter , sichtbar "erholt" freute sich mit ihm, sein Vater wußte zunächst nicht ob er auch dabei sein wollte – Weibchen rief extra kurz vor beginn an- es ist ja nicht sein Besuchswochenende und der "Junge" hatte extra getauscht. Später hatte sein Vater dann Migräne.

Ein cooler Abend – sofern man das "so" sagt bzw sagen darf.

Schade nur das es eben wieder eine von vielen verpaßten Gelegenheiten war das ein Vater mit seinem Sohn etwas ins reine kommen könnte oder auch nur Interesse zeigen würde. Manchmal ist Vaterschaft doch nicht mehr als nur eine lästige biologische Tatsache….