Ich sollte wirklich keine Zeitung mehr lesen

Vor einiger Zeit, nein schon länger, habe ich aufgehört Zeitungen zu lesen. Zu viele Sache über die ich mich Aufregte Interessieren sonst keinen, so manches steht in anderen Zeitungen dann doch “etwas anders”, und welche riesenaufreger und Skandale uns vor 2 Wochen störten oder vor 2 Monate wissen wir eigentlich noch?

Etwas gelangweilt schlage ich heute Morgen die Zeitung von Weibchen auf lese in etwa den Satz : “ Trotz mehrfacher Therapien konnte ihr nicht geholfen werden!” Einer der ersten “Stationären Therapien schilderte mir Ruht mit den Worten:” Die haben mich in ein Zimmer gesteckt wo  nur das Klo angrenzte, die Türe abgeschlossen und mir mehrmals am Tag essen reingestellt. Ich habe mich dort regelrecht rausgefressen!” Einen Pfleger P. fragte sie auch bissweilen wie er mit Mensch nur so umgehen könnte ( P. war zu der Zeit, als ich mit Ruth sprach  auf eigenen Wunsch von der Geschlossenen auf die “Frührehabilitationsstation bzw Psychosomatikstation) gewesen weil er “ mal was anderes sehen wollte”. Einige Monate später begegnete ich ihm wieder auf der geschlossenen wo er regelrecht Mechanisch die Bettwäsche eines Patienten wechselte der sich während der Fixierung am Gang einnässte, ich weis nicht mal wie lange der dort lag und schrie. Der eine Pfleger auf der anderen Seite des Bettes, den Rücken an der Wand und mal der eine und mal der andere Pfleger blöd auflachte in ihren leider nur Blau Weiß gestreiften Diplomiertenfachgesundenundkrankenfleger Kleidung … Für mich war es erschreckend wie ein Pfleger derart “kalt” Jemanden einschnürt, wie ein Fabrikarbeiter der im Akkord Fleisch in Därme presst. Mal im Vorbeigehen noch einen dazu… Zumindest konnte man ihm kein echte Freude ansehen wie so manchen seiner Kollegen).

Wenn ich da nun “Trotz mehrfacher Therapien” lese? Sollte doch “WEGEN!” heißen!

Ruth hatte nichts unversucht gelassen um aus dem Irrenhaus wieder in Freiheit zu gelangen. Das Rausfressen beruhte einfach auf die Richterliche Anordnung  die auf dem ärztlichen Zahlen beruhte: Bis zum Mindestgewicht von XX besteht ernsthafte und erhebliche Selbstgefährdung “ und erlaubt somit eine Zwangsbehandlung nach österreichischer Rechtsprechung. Auch wenn diese aus Einsperren und Essen+Pillen verabreichen besteht, mit eigenem Klo und Waschbecken auf ca 1-1,5 m2 am Zimmer mit Bett Kasten Tisch und Stuhl angeschlossen und dicker Plexiglasscheibe vor dem verschlossenem Fenster welche in einen Hochumzeunten bzw gemauerten Grünbereich führt und Nordseitig durch die Alterspsychiatrie abgeschlossen ist. Letztere auch mittels versperrter Sicherheitsglastüre von der Geschlossenen aus direkt erreichbar…..

 

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/3253046/junge-frau-verlor-kampf-gegen-essstoerung.story