Gestern am Nachmittag bildete ich mir ein dringend etwas zu brauchen das es “hier” nicht gibt. Ich setze mich also ins Auto und fahre in die Landeshauptstadt. Leider sind nun aber Ferien und so musste zumindest meine 7 jährige mit. Töchterchen ist aber sehr “aufgeweckt” und hat einen kindsensprechenden Bewegungsdrang. Demzufolge langweilt sie sich schnell beim Autofahren und stellt ständig irgendwelche Fragen : Was heißt Vie? oder Fee? Ich kenne aber mein Töchterlein und weiß das sie damit die Anfangsbuchstaben von Autokennzeichen meint also VI für Villach usw. Die Fahrt dauert jetzt aber ca 30 Minuten plus durch die Stadt. Für solche Fälle habe ich entweder den mp3 Player mit Hörbüchern dabei oder ich stelle ihr einfach ein paar Rechenaufgaben. Als Erstklässlerin “kann” sie “nur” mit Fingern rechnen und +, – Rechenaufgaben mit entsprechend kleinen Zahlen. Töchterchen mag zwar keine “schweren” Rechnungen langweilt sich aber mit leichten schnell und fragt ansonsten gleich wieder was ein “wh” bedeutet. Als genervter Vater der auch gerne mal Gemein ist leg ich also los: 14+8=? Töchterchen legt los und hat mit den Fingern schnell das richtige Ergebnis “22” , ebenso bei 23-9 oder ganz schwer bei 34-6. Alles mit den Fingern ausgerechnet und sehr schnell. Das geht nun eine weile und ich steigere dabei immer etwas den Schwergrad. Im dichten Verkehr im Stadtinneren brauche ich meine volle Konzentration und ermuntere Töchterchen zu einer Aufgabe für “ Rechenkönige” 98-23=? Ich sehe noch im Augenwinkel wie sie mich böse anschaut und mit den Fingern zu rechnen beginnt und ich mir sicher bin das ich jetzt etwas länger Zeit habe mich voll auf den Verkehr zu konzentrieren weil diese Rechnung zu schwer ist. So ich das fertig gedacht habe ruft mir die “Göre” neben mir grinsend “75” entgegen. Ich musste das allerdings ohne Hilfe der Finger nachrechnen…